Gesundheit





Druckverteilung bei einem Wasserbett


Einige Forschungsaufträge, welche kürzlich an deutsche Universitäts-Wissenschaftler vergeben wurden, sollten neben der gleichmäßigeren Körperunterstützung noch weitere Vorzüge des Wasserbettes erforschen.

Eine Auflage-Druckskala machte deutlich, dass ein Druckanstieg von mehr als 28 mm Hg den Blutkreislauf im Hautgewebe blockiert. Wird also während einer Tiefschlafphase dieser Wert an einer Körperstelle überschritten, geht über die Nervenbahnen ein entsprechendes Warnsignal an das Gehirn, welches umgehend den Befehl zum Wenden des Körpers erteilt. Erst danach kommt es nach einer Beruhigungszeit zur Fortsetzung der eigentlichen Tiefschlafphase.
Da jedoch ausschließlich in diesem Schlafstadium, das zur Regeneration der Zellen erforderliche Wachstumshormon (STH Somatotrope Hormon) produziert wird, ist der Tiefschlaf von immenser Bedeutung. In einem Wasserbett entfällt das häufige Drehen und Wenden aus den bekannten physikalischen Gründen, weshalb es zu einer Verlängerung der wichtigen Tiefschlafphasen kommt.
Lediglich ein Auflagedruck unter 28 mm Hg (mm Quecksilber-Säule) gewährt eine ungehemmte Blutzirkulation und einen ruhigen, ungestörten Schlaf.

Konventionelle Matratze
Um die Blutzirkulation in den Hautgefäßen aufrecht zu erhalten, dreht und wendet sich der Mensch auf konventionellen Betten pro Nacht bis zu 80 Mal. Die Hüfte wird 3fach überlastet, die Wirbelsäule verformt.


Wasserbett
Durch ein druckfreies Liegen unterhalb der wichtigen Signalgrenze von 28 mm Hg wird die unterbewusste Verlagerung aus Blutzirkulationsgründen nicht mehr so häufig nötig - sie wird um bis zu 65 Prozent reduziert. Die sanfte Wärme, welche vom Wasserbett ausgeht, unterstützt zusätzlich den Kreislauf. Die Tiefschlafphasen werden entsprechend länger, was zu einem erholteren Aufwachen führt.

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Eignung von Wasserbetten für Allergiker


Zu den am häufigsten verbreiteten Allergien zählen die Hausstauballergie und Allergien gegen Schimmelsporen. Viele Allergiker verspüren eine spürbare Verbesserung ihres Leidens durch die Verwendung spezieller, antiallergischer Kissen und Decken.

Wie ist der Zustand im Inneren einer herkömmlichen Matratze? Jeder Mensch gibt während einer Nacht im Schnitt 0,5-1 Liter Schweiß ab (also rund 250 Liter pro Jahr). Bei einer gut gelüfteten herkömmlichen Matratze verdunstet im besten Fall ein Teil der Flüssigkeit über Tag. Die festen Bestandteile der Körperausscheidungen, seien es Hautschuppen oder Verdunstungsrückstände reichern sich jedoch in der Matratze an, und bilden hier die Nahrung für die Hausstaubmilbe. Durch diese ständige Durchfeuchtung im Inneren der Matratze bestehen gute Voraussetzungen für die Ansiedlung von Schimmelsporen, welche gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich führen können.
In eine Wassermatratze kann jedoch keinerlei Schimmel und ebenso keine Feuchtigkeit eindringen. Außerdem sorgt die ständig aufsteigende Wärme dafür, dass Auflagen und Bettwäsche eines Wasserbetts über Tag trocknen.

Bei der häufig auftretenden Hausstauballergie, reagiert der Körper des Allergikers auf die Ausscheidungen von Hausstaubmilben. Diese nur 0,1mm kleinen Horn- und Hautfresser siedeln sich überall im Inneren von herkömmlichen Matratzen, Polstermöbeln, Kissen und Teppichen an - auch in sauberen und gepflegten Haushalten. Eine der wichtigsten Lebensgrundlagen dieser Tierchen bilden die sogenannten "abgestorbenen Hautpartikel", sowie weitere Bestandteile der Hautausscheidungen wie zum Beispiel Salze.
Da weder Hautpartikel noch Schweiß in eine Wassermatratze eindringen können und sich die Reinigung in Bezug zu einer normalen Matratze vereinfacht, fehlt der Hausstaubmilbe in der Wassermatratze die Lebensgrundlage.

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Eignung eines Wasserbetts bei Rückenleiden


Der Rücken eines jeden Menschen ist anders und weist entsprechende spezifische Besonderheiten auf. Wenn man auf einer zu harten oder zu weichen Matratze schläft, wird der Rücken gebogen, so dass auch nachts ein erhöhter Druck auf den Bandscheiben lastet. Da Bandscheiben, welche sich zwischen den Rückenwirbeln befinden, im Grunde nichts anderes als "mit Flüssigkeit gefüllte Kissen" sind, welche als Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln dienen, können sich diese mit der Zeit abnutzen.

Wissenschaftlich erwiesen ist, dass bei einer Belastung aus den Bandscheiben Flüssigkeit austritt. Werden die Bandscheiben entlastet nehmen sie wieder Flüssigkeit auf und damit gleichzeitig auch notwendige Nährstoffe. Im Laufe des Tages verringert sich jedoch die Flüssigkeitsaufnahme der Bandscheiben und damit auch ihre stoßdämpfende Wirkung. Der Rücken verliert dadurch an Flexibilität und die Wahrscheinlichkeit, dass Teile der Wirbelsäule auf Nervenbahnen drücken, wird größer, dies kann dann zu starken Schmerzen führen. Kommen ständige Fehlhaltung und falsche Lagerung beim Schlafen hinzu, können sich hierdurch nach Jahren chronische Beschwerden und erhebliche Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit ergeben. Dieser Prozess beginnt bereits bei einem Kind oder Jugendlichen. Es ist also sehr wichtig, dass im Schlaf kein oder möglichst wenig Druck auf die Bandscheiben ausgeübt wird, wie es beim Wasserbett der Fall ist. Nur so können die Bandscheiben wieder möglichst viel Flüssigkeit aufnehmen, damit sie fit für den nächsten anstrengenden Tag sein können.

Durch den "schwebenden Schlaf" auf einer Wassermatratze kann die Wirbelsäule in ihre natürliche Form zur zurückkehren. Die Bandscheiben werden dadurch deutlich entlastet und können sich leichter regenerieren.

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Wasserbett und Schwangerschaft


In einem Wasserbett können Frauen während Ihrer Schwangerschaft bequemer auf dem Bauch liegen und durch die Minderung des Drucks, den die schwere Gebärmutter auf die Aorta ausübt, fühlt Sie sich unbeschwerter. Auch die Wehen gestalten sich auf einem Wasserbett weniger unbequem, wenn die Frau in einer Art Fötusstellung liegt (auf der Seite mit angezogenen Beinen). Die Patientin kann sich dann in die Wärme des Wasserbettes kuscheln und "schweben".

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Behandlung und Prophylaxe von Dekubitus


Wegen der gleichmäßigen Druckverteilung in einem Wasserbett und der daraus folgenden Verringerung von Körperdruck auf das Wasserbett, heilen bestehende Wunden schneller ab und dem Auftreten von neuen Entzündungen wird vorgebeugt.

Das Wasserbett wird erfolgreich zur Behandlung von Dekubitus bei vielen Krankheitsbildern eingesetzt, besonders für Querschnittsgelähmte, Schlaganfallpatienten, Rückenmarkverletzte und Patienten mit geriatrischen und bettlägerigen Zuständen ist ein Wasserbett einsetzbar und schafft einen höheren Komfort.

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Quellen: Lit.6 Weinstein, J.D. und Davidson, B.A.1966. Flüssigkeitslagerung in der Verhütung und Behandlung von Dekubitus. American Journal of Physical Medicine 45:283-90. Lit.7 Thornhill, H.L. und Williams, M.L. 1968 Erfahrungen mit der Wassermatratze in einem Großstadtkrankenhaus. American Journal of Nursing 68:2856-58. Lit.8 Pfaudler, M. 1968. Flotation, Verdrängung und Dekubitus. American Journal of Nursing 68:2351-55 Lit.9 Lilla, J.A., Fridrichs, R.R. und Vistnes, L.M. 1975. Flotationsmatratze zur Verhütung und Behandlung von Gewebezersetzung. Geriatrics, September 1975, S.71-75. Lit.10 Siegel, R.J., Laub, D.R. und Vistnes, L.M.1973. Anwendung von Wasserbetten zur Verhütung von Druckwunden. Plastic and Reconstructive Surgery 51:31-37. Lit.11 Jones, R.F. und Burniston, G.C.1971. Das Wasserbett auf einer Rückenmarkverletzten-Station. Medical Journal of Australia. 11.Dezember 1971, S. 1215-21.